Erster Automatisierter Testfall in 2 Minuten

Nach der initialen Account Registrierung und anschließender Anmeldung in SimplyTest Web Portal sind die wichtigsten Einstellungen bereits vorkonfiguriert, so dass man sofort mit der produktiven Erstellung erster Testfälle anfangen kann.

Nachfolgend werden die Schritte zur Automatisierung eines einfachen Testfalls anhand der „Google Suche“ Web Anwendung beschrieben bzw. im eingefügten Video gezeigt.

1. Von der „Dashboard“ zur „Test Case“ Sicht wechseln

Nach der ersten Anmeldung wird zuerst die Dashboard Ansicht angezeigt (Abb. 1 1).

Durch den Klick auf „Test Case“ Navigationsmenü 2 gelangt man zur Test Case Verwaltungssicht, die bereits 2 Demo-Testfälle enthalten sollte.

2. Neuen Testfall erstellen

Durch Klick auf die Plus Taste 3 legt man einen neuen Testfall aus der Test Case Verwaltungssicht (Abb. 1) an.

Abb. 1: SimplyTest Portal – Dashboard

Daraufhin öffnet sich der Test Case Editor.

3. Testfall Namen eintragen

In Test Case Editor (Abb. 2 1) empfiehlt es sich als Erstes einen sprechenden Namen und ggf. eine Beschreibung für den Testfall anzugeben.

Tragen Sie „Google Search Test“ als Namen ein 2

4. Testfall Schritt hinzufügen

Ein Testfall in TestOrbit kann aus vielen logischen Schritten bestehen, die einen komplexen technologie-übergreifenden Testfall-Ablauf abbilden. Um einen einfachen Testfall zu gestalten genügt es in der Regel nur einen Testschritt anzulegen.

Klicken Sie dazu auf Plus-Taste im Bereich „Test Steps“ 3.

Daraufhin öffnet sich ein Wizard, der zur Auswahl der zu automatisierenden Technologie (mittels der von TestOrbit bereitgestellten Drivern) auffordert 4.

Abb. 2: SimplyTest Portal – Test Case Designer

Für die Automatisierung einer Google Suche Web Anwendung wählen Sie „UI“ Driver aus.

5. Automatisierungsablauf erstellen

Nach der Auswahl der Automatisierungstechnologie für den logischen Schritt benennt man diesen ebenfalls, indem Sie z.B. als

Test Step Name „Google Web Search Step“ eintragen 1,

und bildet den feingranularen Ablauf des Tests durch eine Abfolge von einfachen Kommandos 2 ab, die von dem Driver (angepasst an die gewählte Technologie) angeboten werden 3 (Abb. 3).

Der UI Driver unterstützt die sogenannte schlüsselwort-basierte Testautomatisierung, mit der der fachliche Ablauf 1:1 über die Kommandos als eine Folge von generischen UI-Interaktionen abgebildet werden kann 3.

Abb. 3: Automatisierung eines Testschrittes

Durch Klick auf die Plus Taste 4 erstellen Sie weitere Kommandos und befüllen diese mit den folgenden Werten, um die Google Web Suche zu automatisieren.

Nr. Comment Action UI Identifier Value
1 Navigate to Google Search Start https://www.google.de/
2 Enter Search Term Type q (By Name) Hallo Welt
3 Click on Search Select btnK (By Name)
4 Close Browser Close

Das Eintragen der UI Identifikatoren (Abb. 4) für Web Oberflächen erfolgt dabei immer über den UI Identifier Editor, denn Sie durch Klick auf Edit Taste öffnen 1

Abb. 4: UI Commando mit UI Lokatorauswahl

In UI Identifier Editor (Abb. 5) 1 für Web Oberflächen ist Selenium-basierte Objekterkennung voreingestellt, für die Sie eine konkrete Erkennungsmethode auswählen können 2.

Abb. 5: UI Identifier Editor

Für Google Search Textbox wählen Sie „By Name“ 2 aus und tragen Sie „q“ 3 als Name ein und bestätigen Sie mit „Apply“ 4.

[Diese Informationen entnehmen Sie aus dem DOM Baum der zu testenden Web Seite oder erhalten von Entwicklern der Web Applikation. Noch einfacher gelingt es, wenn Sie eine bereits erstellte SimplyTest Repository verwenden (s. Kapitel „Repository Verwaltung“).]

Wenn alle Kommandos auf diese Art und Weise erstellt sind, erhält man folgenden fachlichen Ablauf, den man durch Klick auf „Collapse“ Taste 1 komprimiert darstellen kann 2 (Abb. 6).

Abb. 6: Übersicht – Testautomatisierungsablauf eines Testschrittes

6. Testfall Definition speichern

Wenn alle Angaben korrekt sind, klicken Sie auf „Save TC & Close“ Taste 3 um den neuen Testfall abzuspeichern.

Sie gelangen automatisch zur Test Case Verwaltungssicht. An dieser Stelle ist die Automatisierung des ersten einfachen Testfalls abgeschlossen.

Als Nächstes muss die Testdurchführung vorbereitet und gestartet werden.


Erste Automatisierte Testdurchführung in 2 Minuten

Sobald der neue Testfall angelegt wurde, benötigt man nur wenige Aktionen, um die Testdurchführung vorzubereiten und zu starten.

Gehen Sie wie folgt vor:

1. Neue Test Konfiguration erstellen

Bei der Ersteinrichtung von TestOrbit wird automatisch eine „Default“ Testkonfiguration zur Durchführung von Tests angelegt, die für alle Testdurchführungen ohne explizit vorgegebener Konfiguration genommen wird. Zur Demonstrationszwecken erstellen wir für den Google Search Szenario dennoch schnell eine neue Konfiguration, der wir spezifische Eigenschaften zuweisen. So legen wir z.B. fest, dass die Testdurchführung mit dem Chrome Browser erfolgen soll.

Dazu klicken Sie auf das Navigationsmenü „Settings“ 1 und anschließend klicken Sie auf den Eintrag „Test Configurations“ 2 in der geladenen Maske (Abb. 7).

Abb. 7: Test Settings Seite

Damit gelangt man zur Konfigurationsverwaltungssicht (Abb. 8) 1, in der man die bereits vorhandene „Default“ Konfiguration findet 2.

Abb. 8: Konfigurationsverwaltungssicht

Klicken Sie auf „Plus“ Taste 3, um neue Test Konfiguration anzulegen, woraufhin die Test Configuration Editor Maske erscheint (Abb. 9) 1.

Abb. 9: Test Configuration Editor

Tragen Sie „Chrome Configuration“ als Namen 2 für die neue Konfiguration ein.

Klicken Sie auf „Plus“ Taste 3 um einen neuen „Configuration Parameter“ zur Test Konfiguration hinzuzufügen (Abb. 10).

[Die Konfigurationsparameter gelten für alle Testfälle, die mit entsprechender Test Konfiguration gestartet werden.]

Um die Tests mit Chrome Browser durchzuführen, tragen Sie folgende Konfigurationsparameterdaten ein 1, 2 und bestätigen Sie mit „Apply“ 3:

Name Value
Browser Chrome

Abb. 10: Configuration Parameter Editor

Speichern Sie die Konfiguration durch Klick auf „Save & Close“ 4.

2. Neue „Execution Suite“ erstellen

Zur Planung und Vorbereitung produktiver Testläufe bietet TestOrbit die Möglichkeit an, die sogenannten „Execution Suites“ zu erstellen, die im Wesentlichen eine Liste von durchzuführenden Testfällen mit den zugehörigen Testkonfigurationen enthalten. Diese Execution Suites können wiederholt ausgeführt werden und eigenen sich hervorragend für das Modellieren der Regressionsläufe oder CI Test Jobs.

Klicken Sie dazu auf Navigationsmenü „Execution Suites“.

Durch Klick auf „Plus“ Taste in der geladenen und anfangs leeren Execution Suites Sicht, legen Sie eine neue Execution Suite an, woraufhin die Execution Suite Editor Maske erscheint (Abb. 11) 1.

Abb. 11: Execution Suite Editor

Tragen Sie „Google Search Test Suite“ als Namen 2 der neuen Suite ein.

Durch Klick auf „Plus“ Taste 3 fügen Sie einen Testfall zur Suite hinzu, indem Sie aus der geladenen Test Case Liste (Abb. 12) den vorher erstellten

„Google Search“ Testfall auswählen 1 und aus der Konfigurationsliste nebenan die neue

„Chrome Tests“ Konfiguration auswählen 2 und mit „Apply“ bestätigen 3.

Abb. 12: Execution Suite Item Editor

Am Schluss speichern Sie die neue Execution Suite durch Klick auf „Save“.

[Hinweis: stellen Sie außerdem sicher, dass auf Ihrem PC der Browser Chrome in der aktuellen Version installiert ist.]

3. „Test Configuration“ dem „Test Agent“ zuordnen

Bei der Ersteinrichtung wurde nicht nur eine „Default“ Testkonfiguration erstellt, sondern auch ein „Default“ Test Agent registriert, über den die Ausführung konkreter Testfälle erfolgt. Die „Default“ Testkonfiguration wurde dabei automatisch dem „Default“ Test Agent zugeordnet, wodurch sichergestellt wird, dass alle Testfälle, die über Default Konfiguration gestartet werden, über den „Default Agent“ ausgeführt werden.

Um die neue „Chrome Tests“ Konfiguration nutzen zu können, muss sie ebenfalls zu irgendeinem Test Agent hinzugefügt werden.

Da beim einfachen Setup nur ein Test Agent registriert ist, fügen wir dem „Default“ Test Agent einfach eine weitere Konfiguration zu.

Abb. 13: Test Agent Übersichtsseite

Klicken Sie dazu auf Navigationsmenü „Test Environments“ 1, das die Verwaltungssicht mit allen registrierten Test Agents anzeigt (Abb. 13) 2.

Öffnen Sie die Details 5 des einzigen registrierten Default Test Agents 3, um die Liste zugeordneter Konfigurationen 4 zu bearbeiten.

Klicken Sie auf „Plus“ Taste neben der Liste mit der vorher erstellten „Chrome Tests“ Konfiguration 1 (Abb. 14). Dadurch wird sie dem Test Agent zugeordnet 2.

Abb. 14: Test Agent Editor

Durch Klick auf „Save & Close“ speichern Sie die modifizierten Test Agent Einstellungen ab 3.

4. Testdurchführung starten

Wählen Sie erneut das Navigationsmenü „Execution Suites“ aus 1.

Zum Starten der Testdurchführung klicken Sie auf „Run“ Taste 2 in der Actions Spalte der „Chrome Tests Suite“ an (Abb. 15).

Abb. 15: Execution Suites – Übersichtsseite

Nach wenigen Augenblicken wird ein neuer Testlauf gestartet 3 und Sie werden automatisch zur „Test Results“ Sicht 1 (Abb. 16) weitergeleitet, in der Sie den Ablauf der Testdurchführung live 2 und auf verschiedenen Granularitätsebenen 5 verfolgen können. Von hier aus können Sie beobachten wie der Testfall nach ein Paar Sekunden zum „Default“ Test Agent weitergeleitet wird 3, da dieser die gewählte „Chrome Tests“ Konfiguration verarbeiten kann 4.

Abb. 16: Execution Suite Run Results

[Hinweis: damit der Test Agent die Chrome Tests tatsächlich verarbeiten kann, müssen Sie in Vorfeld dafür sorgen, dass auf Ihrem System der Browser Chrome tatsächlich physikalisch installiert ist.]

Drillen Sie sich aus der „Test Results“ Sicht auf der Ebene der „Execution Suite“ runter bis auf die Ebene der einzelnen Kommandos der Testschritte (Abb. 17) 1. Dazu klicken Sie mehrfach auf die „Show Details“ Taste in der „Actions“ Spalte (Abb. 16) 5.

Abb. 17: Feingranulares Reporting der Testschritt-Kommandos

Nach wenigen Sekunden sollte die Testdurchführung erfolgreich abgeschlossen sein.

Damit haben Sie in wenigen Minuten Ihren ersten Web Testfall mit TestOrbit automatisiert und durchgeführt.